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Häufige Fragen und Antworten zu modernen Messeinrichtungen und intelligenten Messsystemen

Die Einführung moderner Messeinrichtungen und intelligenter Messsysteme bringt auch für unsere Kunden einige Fragen mit sich. Mit unserem Fragebogen möchten wir Ihnen gerne einige Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen geben.

Allgemeine Fragen zur Stromlieferung bei modernen Messeinrichtungen und intelligenten Messystemen

Sie haben einen Stromliefervertrag (NaKlar-Strom FIX 24, NaKlar-Strom FIX, NaKlar-Strom, NaKlar-Nachtstrom, NaKlar-Strom NATUR, NaKlar-Strom easy) mit der Werraenergie GmbH Vertrieb?

Als Stromkunde der Werraenergie GmbH Vertrieb brauchen Sie sich keine Sorgen machen. Die Kosten, die durch den Ausbau des alten und Einbau des neuen Zählers entstehen, trägt der Vertrieb für Sie.  

Was passiert, wenn Sie durch einen anderen Lieferanten als die Werraenergie GmbH Vertrieb versorgt werden und dieser Lieferant die Kosten für Sie nicht übernimmt?

In diesem Fall werden die Kosten für den Zähler direkt von dem grundzuständigen Messstellenbetreiber mit Ihnen abgerechnet. Die Kosten für den Messstellenbetrieb (für das Gerät an sich) sind abhängig von den vertraglichen Regelungen mit Ihrem aktuellen Energielieferanten.

Wenn Sie sich hier unsicher sind, können Sie auch gerne auf uns, die Werraenergie GmbH Vertrieb, als Ihren neuen Lieferanten zukommen.

Wie wird die Ablesung zukünftig stattfinden?

Moderne Messeinrichtungen können wie bisher durch eigene Ablesung oder Ableser abgelesen werden. Bei Kunden mit intelligenten Messsystemen (iMSys) ist eine Vor-Ort-Ablesung nicht mehr erforderlich. Hier werden die Daten automatisch über das Smart Meter Gateway (SMGW) per Datenfernübertragung an den Messstellenbetreiber übermittelt.


Gesetzliche und technischer Fragen bei modernen Messeinrichtungen und intelligenten Messsystemen.

Was ist der gesetzliche Hintergrund?

Das Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende / Messstellenbetriebsgesetz (MsbG) bildet den Rahmen (2016 in Kraft getreten) und legt die Grundlagen fest. Das MsbG macht Vorgaben zur Messung und zum Messstellenbetrieb für Strom und Gas. Für die Versorgung mit Wasser und Wärme ändert sich durch das Gesetz aktuell nichts. Die neuen gesetzlichen Regelungen betreffen u.a.

- die technischen Anforderungen an die Geräte,

- den Einbau, Betrieb und die Wartung der Messeinrichtungen,

  1. - die Datenkommunikation (Ab- bzw. Auslesen der Daten und ihre Übermittlung) und

- die Finanzierung durch einen neuen Regulierungsrahmen außerhalb der Netzentgelte.

Die bisherige Funktion des Netzbetreibers als Messstellenbetreiber wird nun vom sogenannten "grundzuständigen Messstellenbetreiber" ausgefüllt.  

Was ist Sinn und Zweck des Einbaus intelligenter Messsysteme?

Sie sollen helfen, eine sichere und standardisierte Kommunikation in den Energienetzen zu erreichen und die Digitalisierung der Energiewende unterstützen. Dies geschieht, indem sie:

- die Verbrauchstransparenz erhöhen

- zur Vermeidung von Vor-Ort-Ablesekosten beitragen

- variable Tarife ermöglichen

- die Bereitstellung netzdienlicher Informationen von dezentralen Erzeugern und flexiblen Lasten verbessern

- die Steuerung dezentraler Erzeuger und flexibler Lasten erleichtern

- mittelfristig eine "Spartenbündelung" ermöglichen (d.h. gleichzeitige Ablesung und Transparenz auch der Sparten Wasser, Gas, Heiz- und Fernwärme)

- eine sichere, standardisierte Infrastruktur als Plattform für weitere energiefremde Dienstleistungen (z.B. Smart-Home-Anwendungen) bereitstellen 

Der bisher passive Stromverbraucher soll zukünftig aktiver am Strommarktgeschehen teilnehmen können.

Was oder wer ist der grundzuständige Messstellenbetreiber?

In der Regel der Netzbetreiber vor Ort, der für den Einbau und Betrieb von intelligenten Messsystemen und modernen Messeinrichtungen - aber auch für die analogen Zähler - verantwortlich ist.

Was ist eine moderne Messeinrichtung?

Die moderne Messeinrichtung ist ein digitaler Stromzähler, welcher den tatsächlichen Elektrizitätsverbrauch und die Nutzungszeit widerspiegelt und über ein Smart-Meter-Gateway (Kommunikationseinheit) sicher in ein Kommunikationsnetz eingebunden werden kann. 

Was ist ein (Smart Meter) Gateway?

Smart-Meter-Gateway = Kommunikationseinheit. Gateway (englisch für Durchgang) ist eine allgemeine Bezeichnung für eine Schnittstelle und bezieht sich in diesem Fall auf das Vermittlungsgerät zwischen Messeinrichtung und Kommunikationsnetz. Das Smart-Meter-Gateway kann eine oder mehrere moderne Messeinrichtungen und andere technische Geräte (z.B. Erneuerbare-Stromerzeugungsanlagen, Gas-Messeinrichtungen, Wärmepumpen) sicher in ein Kommunikationsnetz einbinden. Darüber hinaus verfügt es über Funktionen zur Erfassung, Verarbeitung, Verschlüsselung und Versendung von Daten.


Was ist ein intelligentes Messsystem (iMSys)?

Das intelligente Messsystem ist eine moderne Messeinrichtung, welche über ein Smart-Meter-Gateway in ein Kommunikationsnetz eingebunden ist, das den tatsächlichen Energieverbrauch und die tatsächliche Nutzungszeit widerspiegelt. Hierbei bestehen strenge Anforderungen zur Gewährleistung des Datenschutzes. 

Wer erhält ein intelligentes Messsystem und wer eine moderne Messeinrichtung?

Verbraucher ab einem Jahresstromverbrauch von 6.000 Kilowattstunden sowie Betreiber dezentraler Erzeugungsanlagen nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) und dem Kraft-Wärme-Kopplung Gesetz (KWKG) ab 7 kW installierter Leistung werden mit intelligenten Messsystemen ausgestattet. Die restlichen Anschlussnutzer und Anlagenbetreiber erhalten eine moderne Messeinrichtung.

Kann ich dem Einbau widersprechen?

Sie können dem Einbau intelligenter Messsysteme nicht widersprechen und müssen dem beauftragten Monteur Zutritt zu den Zählern gewähren. 

Wieviel Strom verbrauchen die neuen Geräte?

Moderne Messeinrichtungen und intelligente Messsysteme verbrauchen nicht mehr Strom als die bisherigen Zähler. Der Eigenverbrauch der Geräte wird auch nicht erfasst und damit auch nicht in Rechnung gestellt. 

Brauche ich einen Internetanschluss, um ein intelligentes Messsystem zu erhalten?

Nein, das intelligente Messsystem kommuniziert Daten auf einem separaten Übertragungsweg. 

Wie verhalte ich mich, wenn der Zählerwechsel ansteht?

Mitarbeiter, sowie von einem Unternehmen Beauftragte sollten sich jederzeit durch einen Dienstausweis in Verbindung mit dem Personalausweis ausweisen können. Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob die Person / Unternehmen berechtigt sind, rufen Sie uns unter 0 36 95 / 87 60 - 36 an. 

Warum erhält mein Nachbar, Bekannter …. noch einmal einen „normalen“ Zähler und bei mir wird eine moderne Messeinrichtung eingebaut?

Alle bisherigen Zähler müssen bis Ende 2032 durch moderne Messeinrichtungen ersetzt werden, für intelligente Messsysteme gelten wesentlich kürzere Fristen. Für die Umsetzung dieser gesetzlichen Vorgaben haben grundzuständige Messstellenbetreiber eine eigene Strategie entwickelt, die zum Teil auch noch einen erneuten Einbau eines konventionellen („alten“) Zählers vorsieht. 

Wie sieht es mit dem Datenschutz bei intelligenten Messsystemen aus?

Datensicherheit steht auch für grundzuständige Messstellenbetreiber an oberster Stelle. Um ein einheitliches und sehr hohes Sicherheitsniveau zu gewährleisten, erklärt das MsbG Schutzprofile und Technische Richtlinien für intelligente Messsysteme zur Gewährleistung von Datenschutz, Datensicherheit und Interoperabilität für verbindlich. Alle vom grundzuständigen Messstellenbetreiber verwendeten Messsysteme und Datenübertragungswege sollten geprüft sein und unterliegen einer Zertifizierung durch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), die die Einhaltung aller Vorgaben für Datenschutz und Datensicherheit gewährleistet. Das MsbG regelt vollumfänglich, welcher Akteur welche Daten zu welchem Zweck erheben, verarbeiten und nutzen darf. Eine Datenübermittlung darf nur für die im Gesetz genannten energiewirtschaftlich notwendigen Anwendungsfälle erfolgen. Jeder darüber hinaus gehende Datenverkehr erfordert die Zustimmung des Anschlussnutzers bzw. Anlagenbetreibers. 

Muss der Zählerschrank beziehungsweise Zählerplatz verändert werden?

Moderne Messeinrichtungen und intelligente Messsysteme können in der Regel problemlos auf vorhandenen Zählerplätzen verbaut werden. Anlagen sind vom Eigentümer nur dann zu verändern oder instand zu setzen, wenn die elektrotechnische Sicherheit gefährdet ist. Wichtig ist die Zugänglichkeit der Anlage.


Weitere Informationen erhalten Sie:

  • von Ihrem Netzbetreiber / grundzuständigen Messstellenbetreiber selbst oder auch über die Homepage
  • persönlich von uns, in unseren Service-Zentren in Bad Salzungen oder Schmalkalden
  • telefonisch von uns (Bad Salzungen: 0 36 95 / 87 60-36, Schmalkalden 0 36 83 / 65 49-912)


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